Tierkrankengymnastik-Berlin Martina Schatz-Heinrich

Die zwei Säulen des Tellington Touches

 

Die Methode umfasst zwei Elemente:

• Die Bodenarbeit

• Die Körperarbeit (TTouch)

 

 

Die Bodenarbeit:

Durch die gewaltfreie Arbeit über verschiedene Hindernisse wie Labyrinth, Stangen, Gummireifen, Leiter, Folien, Slalomstrecke etc. lernt das Tier neue Bewegungsmuster. Somit kann es alte Verhaltensweisen und Bewegungsmuster abbauen. Über positive Bestätigung in Verbindung mit feinen Signalen und Motivation durch den Menschen erlangt das Tier neues Selbstbewusstsein und Vertrauen und verbessert dadurch seine Konzentrationsfähigkeit, Koordination, Balance und Selbstkontrolle. Selbst neurologische Schäden bzw. krankhafte Bewegungsmuster können erfolgreich therapiert werden.

 

Für den Therapeuten bietet die Bodenarbeit auch zu diagnostischen Zwecken Aufschluss über den Grad einer Behinderung des Gangbildes.

 

Für den Tierbesitzer bietet die Bodenarbeit eine gute Alternative mit dem Tier selbst zu trainieren und bei Erkrankungen oder Verhaltensstörungen die Therapie auch zu Hause mit zu unterstützen.

 

Die Übungen sind für den Laien leicht zu erlernen und mit wenig Aufwand überall durchführbar.

 

Verwendet werden Hilfsmittel wie: Kopfhalfter, Seil, verschiedene Leinen, Bandagen, Geschirr etc.

 

 

Die Körperarbeit:

Der Tellington-Touch oder auch TTouch genannt, setzt sich aus verschiedenen Grifftechniken zusammen. Diese massageähnlichen Bewegungen mit den Fingern und der Hand sind meist kreisförmig und verlaufen im Uhrzeigersinn. Die einzelnen Grifftechniken sind nach Tier-namen, wie z.B. „Liegender Leopard“, benannt und werden in einer Abfolge von mehreren Grifftechniken in einem bestimmten Tempo mit einer bestimmten Kreistechnik über den Tierkörper bzw. Körperareale gearbeitet.

 

Man unterscheidet dabei kreisende, hebende und großflächige verbindende Griffe.

Besondere Beachtung kommt auch der Ohrarbeit, Rutenarbeit, Maularbeit sowie den mobilisierenden Techniken zu.

 

Auch hier sind die Techniken für den Laien leicht zu erlernen und in den täglichen Umgang mit dem Tier zu integrieren.