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TT.E.A.M und Veterinärmedizin

Artikel aus TTEAM NEWS INTERNATIONAL

von Martina Simmerer, Tierärztin aus Wien

 

AKUPUNKTUR in der modernen Medizin – für Mensch und Tier

 

Die Akupunktur wurzelt in dem ca. 4000 Jahre alten Erfahrungsschatz chinesischer Ärzte. Erste Aufzeichnungen um 1600 v.Chr. belegen, dass zugespitzte Bambus- und Bronzenadeln zur Behandlung verwendet wurden. Die erste Anleitung zur chinesischen Medizin etwa 300 v.Chr., der „Innere Klassiker des Gelben Fürsten“, findet in der Traditionellen Chinesischen Medizin heute noch Anwendung.

 

Seit 1979 erhält die Akupunktur auch in der WHO (Weltgesundheitsorganisation) ihre Anerkennung offiziell zur Behandlung bei über 40 Krankheiten.

In der Schmerztherapie sowie zur Behandlung chronischer Krankheiten ist die Akupunktur unerlässlich geworden.

 

 

Wirkungsweise:

Die Wirksamkeit wurde in vielschichtigen Forschungen und Untersuchungen belegt. Die Akupunkturreize hemmen auf Rückenmarksebene die Weiterleitung des Schmerzreizes zum Gehirn. Gehirnzentren produzieren nach der Nadelung schmerzlindernde und entzündungs-hemmende Hormone (Endorphine, Dynorphin, Enkephalin, ACTH u.a.). Diese wirken zusätzlich ausgleichend auf die Psyche.

 

Die Akupunktur fördert über immunulogische Prozesse (z.B. Zytokine u.a.) die Regeneration geschädigten Gewebes.

 

Bei der Akupunktur kann also mittels Nadeln, die in bestimmte Körperstellen gesetzt werden eine schmerzlindernde, vegetativ ausgleichende, abwehrkraftsteigernde und heilende Wirkung erzielt werden.

 

 

Behandlungsablauf:

Der Patient wird entspannt gelagert. Meist liegend, aber auch sitzende Position ist möglich. Es werden sterile Einmalnadeln aus chirurgischem Stahl oder Gold verwendet.

Nach dem Einstich wird die Nadel an die richtige Position in der Tiefe gebracht. Ist der Akupunkturpunkt getroffen, stellt sich ein unterschiedlich stark ausgeprägtes dumpfes, ziehendes Gefühl ein. Auch eine Wärmeempfindung oder ein Ausstrahlen in eine bestimmte Richtung sind möglich. Dieses Gefühl wird als „De-Qi“ bezeichnet, welches nach einigen Sekunden oder Minuten wieder nachlässt. Je nach therapeutischem Zweck wird die Nadel  stimuliert (bewegt oder gedreht).

 

Der Therapeut wählt immer so wenig Nadeln wie möglich pro Sitzung (max. 16 Stk.).

 

 

Nebenwirkungen:

Die Akupunktur ist bei fachgerechter Anwendung praktisch nebenwirkungsfrei. In seltenen Fällen kann es zu einem Nadelkollaps bzw. zu einer vegetativen Kreislaufreaktion kommen. In diesem Falle werden die Nadeln sofort entfernt und entsprechende Lagerungsmaßnahmen zur Kreislaufstabilisierung vorgenommen.

 

Selten treten kleinere Blutergüsse auf. Möglich ist auch das Auftreten von Müdigkeit, sowie eine vorübergehende Verschlechterung des Krankheitsbildes. Es ist wichtig, dass eine eventuell bestehende Schwangerschaft angegeben wird, da einige Punkte dann nicht genadelt werden dürfen.

 

Es ist nicht möglich mit Nadeln die Wirbelsäule oder das Rückenmark bzw. Nerven zu verletzen.

 

Einige Beispiele von Behandlungsmöglichkeiten der Akupunktur:

• Alle Arten von Rheuma, Arthrosen und Arthritis

• Schmerzzustände aller Art

• Muskelverhärtungen und Verspannungen

• Kopfschmerzen, Migräne

• Halswirbelsäulen-Syndrome

• Schulter-Arm-Syndrome

• Neuralgien, neurologische Erkrankungen

• Sehnenerkrankungen aller Art

• Rückenleiden aller Art z.B. Bandscheibenvorfall etc.

• Psycho-vegetative Störungen

• Schlafstörungen

• Herz- Kreislauferkrankungen

• Magen-Darm-Erkrankungen

• Regulationsstörungen im weiblichen Zyklus

• Schwangerschaftsbeschwerden und Geburtsunterstützung